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200 Jahre Erhebung zum Großherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach

Ausstellung des Thüringischen Hauptstaatsarchivs Weimar und der Klassikstiftung Weimar im Stadtschloss Weimar

Vor 200 Jahren wurde die Landkarte Europas neu geordnet. Der Wiener Kongress von 1814/15 war auch für Thüringen ein historischer Einschnitt. Das damalige Herzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach wurde zum Großherzogtum erhoben und erhielt zugleich eine territoriale Vergrößerung. Mit der Erhebung zum Großherzogtum war außerdem eine Reform von Verwaltung und Verfassung verbunden.

Das in der neuen landständischen Verfassung Sachsen-Weimar-Eisenachs vom 5. Mai 1816 erstmals in Deutschland garantierte Grundrecht der Pressefreiheit ließ den thüringischen Kleinstaat in den folgenden Jahren zu einem Zentrum der politischen Publizistik werden.

Möglich war diese liberale Reformpolitik nicht zuletzt durch die aufgeschlossene Haltung des damaligen Großherzogs Carl August von Sachsen-Weimar-Eisenach (1757–1828), welcher heute vor allem als Mäzen des klassischen Weimar bekannt ist.

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Großherzog Carl August von Sachsen-Weimar-Eisenach, 1817, Gemälde von Ferdinand Carl Christian Jagemann (Klassilstiftung Weimar)
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Nach dem Wiener Kongress von 1814/1815 blieben die Grenzen Sachsen-Weimar-Eisenachs bis zur Gründung des Landes Thüringen 1920 weitesgehend unverändert

Die Ausstellung im Spiegelsaal des Weimarer Stadtschlosses thematisiert anhand von Dokumenten aus den Beständen des Thüringischen Hauptstaatsarchivs und der Klassik Stiftung Weimar die Auswirkungen des Wiener Kongresses auf Sachsen-Weimar-Eisenach sowie die Rückwirkungen der politischen Initiativen in dem damals bedeutendsten thüringischen Kleinstaat auf die deutsche und europäische Politik.

Die enge Verknüpfung zwischen Rangerhöhung, Gebietserweiterung und einzelstaatlicher Reformpolitik auf der einen mit der gesamtdeutschen und europäischen Perspektive auf der anderen Seite zeigt sich auch in der Erneuerung des bereits 1732 gestifteten, zuletzt aber ruhenden sachsen-weimarischen Hausordens der Wachsamkeit oder vom Weißen Falken:

Die Ordensritter wurden in den 1815 erlassenen neuen Statuten zur Treue in Bezug auf die „jedesmalige rechtmäßige höchste Nationalbehörde“ verpflichtet und sollten zur „Vervollkommnung der gesellschaftlichen Einrichtungen in Gesetzgebung, Verwaltung, Staats-Verfassung und Rechtspflege“ 

Ausstellungseröffnung

Eröffnet wird die Ausstellung anlässlich eines Festaktes zum 200-jährigen Jubiläum der Erhebung zum Großherzogtum am 19. April 2015. Den Festvortrag hält Prof. Dr. Hans-Werner Hahn zum Thema: „Innenpolitische Reformen und deutschlandpolitische Initiativen: Die Erhebung Sachsen-Weimar-Eisenachs zum Großherzogtum 1815“.

Ausstellungszeitraum

21. April bis 3. Mai 2015, Spiegelsaal im Stadtschloss Weimar

Öffnungszeiten

Dienstag bis Sonntag: 9:30 – 18:00 Uhr

Dokumente aus der Ausstellung

Gebietsabtretungsvertrag mit Preußen 1815 (Ausschnitt)
Besitzergreifungspatent über hessische Gebiete 1816 (Ausschnitt)
Bruststern des 1815 erneuerten Weimarer Falkendordens

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