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Ausbildung und Praktikum

Die Ausbildung für den Archivdienst des Freistaates Thüringen

Für die Tätigkeit im Archiv gibt es verschiedene Ausbildungsmöglichkeiten, die abhängig von der vorhandenen Qualifikation eingeschlagen werden können:

Die Ausbildung für den höheren Archivdienst richtet sich an Bewerberinnen und Bewerber mit einem Hochschulabschluss, die eine wissenschaftliche oder Leitungstätigkeit im Archiv anstreben. Die Ausbildung für den gehobenen Archivdienst setzt einen Gymnasialabschluss voraus und befähigt die Absolventinnen und Absolventen zu einer Sachbearbeitertätigkeit auf allen Gebieten des archivischen Aufgabenspektrums oder zur Leitung eines Kommunalarchivs. Die Ausbildung zum Fachangestellten für Medien- und Informationsdienste in der Fachrichtung Archiv kann mit einem Hauptschulabschluss eingeschlagen werden. Die „FAMIs“ werden vor allem im Bereich der Benutzung und im Magazindienst eingesetzt.

Weitere Informationen

  • Berufsbild

    Archivarinnen und Archivare des höheren Archivdienstes bewerten das in den Behörden entstandene Schriftgut. Sie erschließen und sichern die historischen Schriftquellen vom Mittelalter bis zur neuesten Zeit, d.h. von der Pergamenturkunde bis zum digitalen Datenträger. Daneben beraten die Archivarinnen und Archivare die Benutzer, die für vielfältige wissenschaftliche, verwaltungsrechtliche und persönliche Forschungen das Archiv aufsuchen oder erteilen Auskünfte auf schriftliche Anfragen. Die Archivarinnen und Archivare des höheren Dienstes beteiligen sich an der Erforschung der Landesgeschichte und vermitteln die historischen Quellen einer breiten Öffentlichkeit. Darüber hinaus liegen in ihren Händen das Archivmanagement und die Vertretung des jeweiligen Hauses in Fachgremien.

    Für den höheren Archivdienst ausgebildete Archivarinnen und Archivare sind außer in Staatsarchiven auch in allen anderen Archivsparten tätig. Diesem breiten Aufgabenspektrum entspricht ihre Ausbildung.

    Ausbildungsverlauf

    Der Vorbereitungsdienst für die Laufbahn des höheren Archivdienstes umfasst insgesamt zwei Jahre und gliedert sich in eine achtmonatige praktische Ausbildung im Ausbildungsarchiv mit Praktika in anderen Archiven und Behörden, eine zwölf Monate dauernde theoretische Ausbildung an der Archivschule in Marburg - Hochschule für Archivwissenschaft, drei Monate Transferphase zur Abfassung einer Abschlussarbeit (Transferarbeit) und eine einmonatige Prüfungsphase zur Erlangung des archivarischen Staatsexamens ("Assessorin des Archivdienstes"/ "Assessor des Archivdienstes").

    Die Inhalte der praktischen Ausbildung sind im Modulhandbuch einsehbar.

    Ausbildung in Thüringen

    Gegenwärtig ist der Vorbereitungsdienst für die Laufbahn des höheren Archivdienstes im Freistaat Thüringen ausgesetzt. Sobald die Ausbildung wieder aufgenommen werden kann, erfolgt eine Veröffentlichung im Bereich Stellenausschreibungen.

    Weitere Informationen zur Ausbildung sowie Stellenausschreibungen finden Sie auf den Seiten der
    Archivschule Marburg - Hochschule für Archivwissenschaft.

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    Seit 1998 gibt es den Ausbildungsberuf Fachangestellte/r für Medien- und Informationsdienste in Thüringen. Die Ausbildung regelt eine Ausbildungsverordnung.

    Zulassungsvoraussetzung ist mindestens der Hauptschulabschluss. Die Ausbildung erfolgt über drei Jahre im dualen System, dabei findet die Vermittlung des theoretischen Unterrichts in Blöcken von zwei bis vier Wochen am  Staatlichen Berufsschulzentrum Kyffhäuserkreis, Standort Sondershausen, statt, die praktische Ausbildung wird im Ausbildungsbetrieb absolviert.

    Die Ausbildung erfolgt in einer der fünf Fachrichtungen Archiv, Bibliothek, Information und Dokumentation, Bildagentur sowie Medizinische Dokumentation. Fachangestellte für Medien- und Informationsdienste der Fachrichtung Archiv sind in allen Archivsparten tätig. Zu ihren Aufgaben gehören die Übernahme, Ordnung und Verzeichnung der Archivalien sowie die Verwaltung und Bereitstellung der Archivbestände für die Benutzung.

    Das Landesarchiv Thüringen bildet an seinen Standorten abwechselnd aus. Träger der Ausbildung sind darüber hinaus neben anderen staatlichen Behörden vor allem kommunale Verwaltungen.

Praktikum im Landesarchiv Thüringen für Schüler und Studierende

Haben Sie Interesse an einem Praktikum im Landesarchiv?

In diesem Flyer haben wir für Sie weitere Informationen zusammengestellt.

Bei Interesse wenden Sie sich an den gewünschten Standort. Dort finden Sie alle Kontaktinformationen.

Pilotprojekt "Praxistage" für Schüler der 9. Klasse in Weimar

Das Landesarchiv Thüringen beteiligt sich an einem Pilotprojekt "Praxistag", welches von der Stadt Weimar, der IHK Erfurt und der Thüringer Gemeinschaftsschule "Carl Zeiss" Weimar initiiert wurde.

Im Rahmen dieses Projektes sollen Realschüler der Thüringer Gemeinschaftsschule statt des bisher einwöchigen Betriebspraktikums für ein ganzes Schuljahr einmal in der Woche einen Praxistag in einem Betrieb absolvieren.

Am 1. Juni 2018 fand ein sogenanntes "Speed-Dating" in der Thüringer Gemeinschaftsschule "Carl Zeiss" in Weimar-West statt. Ausgetragen wurde das Speed-Dating zwischen den Schülerinnen und Schülern der künftigen 9. Klasse und den ca. 40 Weimarer Unternehmen und Institutionen, die sich im Schuljahr 2018/2019 am Pilotprojekt "Praxistag" beteiligen.

Während des Treffens konnten sich sowohl die Jugendlichen selbst als auch die Arbeitgeber gegenseitig kennenlernen und über berufliche Anforderungen und persönliche Eigenschaften austauschen. Nach der Vorstellungsrunde hat sich ein Schüler für ein Praktikum im Hauptstaatsarchiv Weimar entschieden und lernt nun ab August 2018 ein Jahr lang alle Facetten der archivarischen Arbeit kennen.

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