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Hauptstaatsarchiv Weimar erhält Briefe der Großherzogin Caroline von Sachsen-Weimar-Eisenach


Im September übergab Alexander Freiherr von Medem 48 Briefe, Postkarten und Billetts der Großherzogin Caroline von Sachsen-Weimar-Eisenach (1884-1905) dem Hauptstaatsarchiv Weimar als Schenkung.

Historische Postkarte mit gezeichneter Ansicht der Wartburg
Postkarte Carolines an Graf Medem von der Wartburg in englischer Sprache 1904 (LATh-HStAW, Großherzogliches Hausarchiv A XXXIII Nr. 4, Bl. 37)
Fotomontage von zwei Portraitfotos, links Caroline, Prinzessin zu Reuss zu Greiz, rechts Wilhelm-Ernst von Sachsen-Weimar-Eisenach
Historische Ansichtskarte (retouchiert). Links Caroline, Prinzessin Reuß zu Greiz, seit 1903 verheiratete Großherzogin zu Sachsen-Weimar-Eisenach, rechts Großherzog Wilhelm Ernst von Sachsen-Weimar-Eisenach (LATh-HStAW, Historische Schriften und Drucke F 2273, Bl. 12)

Geschrieben hatte sie diese in den Jahren 1903 bis 1904 an ihren Oberhofmeister Karl Graf von Medem (1860-1926). Ein letzter Brief im Dezember 1904 ist an den Kammerherrn Carl von Eichel (1854-1919) gerichtet. Bereits wenige Wochen später, am 17. Januar 1905, verstarb die erst 20jährige Weimarer Fürstin.

Die bislang in der kurländischen Familie von Medem tradierten Briefe werfen Schlaglichter auf die Beziehung Carolines zu ihrem Gemahl, Großherzog Wilhelm Ernst (1876-1923), und die gesellschaftlichen Zwänge einer jungen Frau und Fürstin am Weimarer Hof, an denen sie sich aufreibt. Caroline offenbart dem ihr nahestehenden Oberhofmeister ihre innere Gedankenwelt. Die Briefe stellen somit eine wertvolle Quelle für die Innensicht eines zunehmend erstarrenden dynastischen Systems dar, in dem auch die Herrschaftsträger selbst gefangen waren. 

Die Briefe sind mittlerweile erschlossen (Großherzogliches Hausarchiv A XXXIII Nr. 4) und stehen der Forschung digitalisiert zur Verfügung.

Dr. Katja Deinhardt

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