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Das Staatsarchiv Altenburg lädt zum Tag der Archive


Am Samstag, den 3. März 2018 findet bundesweit der Tag der Archive statt, der dieses Jahr unter dem Motto Demokratie und Bürgerrechte steht. Traditionsgemäß haben auch die Mitarbeiter des Staatsarchivs Altenburg aus diesem Anlass interessante Angebote vorbereitet.

Von 10.00 bis 16.00 Uhr sind die Räume in der Junkerei des Altenburger Schlosses für jedermann zugänglich. Eine dem Motto entsprechende Archivalienausstellung unter dem Titel „Altenburger Bürgerrechte. Streitschriften, Petitionen und Propaganda aus vier Jahrhunderten“ verspricht erste Einblicke in den Archivbestand – von den Handschriften der Reformatoren bis zu den Veröffentlichungen des Neuen Forum im Zuge der politischen Wende 1989/1990.

Um 10.15 Uhr, 11.30 Uhr und 14.45 Uhr laden die erfahrenen Kolleginnen und Kollegen zu Führungen hinter die Kulissen des Staatsarchivs ein, die die Dimension der hier lagernden schriftlichen Zeugnisse aus 1000 Jahren deutscher Geschichte erahnen lassen.

Auch außerhalb der Führungen stehen die Mitarbeiter gern für Fragen aller Art zur Verfügung – sei es  zum Berufsbild oder zum online-Angebot des Landesarchivs.  An Mitmachstationen lässt sich die Lesefähigkeit der alten deutschen Handschrift oder das Wissen um Altenburger Persönlichkeiten in Vergangenheit und Gegenwart testen.

Peter Wensierski, Autor der Buches „Die unheimliche Leichtigkeit der Revolution. Wie eine Gruppe Leipziger die Rebellion in der DDR wagte“, begrüßt die Gäste des Staatsarchivs ab 13.00 Uhr zu einer Lesung und einem anschließenden Gespräch. Von ihm können sich die Besucher nach Leipzig in das Jahr 1988 zurück versetzen lassen und das Zusammentreffen engagierter junger Menschen verfolgen, die sich trauten, das Leben und den Alltag in der DDR in seiner gewohnten Form in Frage zu stellen.  In dem sehr lesenswerten dokumentarischen Roman werden die Widersprüche zum Ende der DDR und die Probleme der Zeit wieder lebendig. Die jungen Menschen erhalten Stimme und Gesicht. Der Slogan „Schwerter zu Pflugscharen“, der einen Großteil der Jugend in den 80ern geprägt hat, das Aufdecken von Umweltproblemen oder die Forderung nach einem zivilen Wehrersatzdienst – das Thema Demokratie und Bürgerrechte könnte kaum besser aufgegriffen werden.

Die Mitarbeiter des Staatsarchivs versprechen ihren Gästen einen anregenden Tag.

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