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Geschichte aktuell: Martin Luthers unfreiwilliger Aufenthalt auf der Wartburg


altes vergilbtes Dokument mit sehr alter Schrift
Abbildung: LATh-StA MGN 4-10-1040 - GHA Sektion IV, Nr. 73 Bl. 1

2021 jährt sich zum 500. Mal die Erinnerung an den Wormser Reichstag 1521. Die Landesausstellung „Hier stehe ich. Gewissen und Protest – 1521 bis 2021“ nimmt das Jubiläum der Widerrufsverweigerung Martin Luthers auf dem Wormser Reichstag zum Anlass, vom 3. Juli bis 30. Dezember 2021 die Entwicklungsgeschichte der „Gewissensfreiheit und des Protests“ anhand zahlreicher Beispiele bis in unsere Gegenwart aufzuzeigen und kritisch zu hinterfragen.

Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen zunächst der Auftritt Martin Luthers in Worms und dessen Bedeutung sowie der Mythos, der zeitnah mit dem historischen Ereignis entstand und bis heute eine ungeheure Dynamik entwickelt. In einem zweiten Teil fokussiert die Ausstellung dann das Thema „Gewissensfreiheit und Protest“ selbst, und zwar sowohl mit als auch ohne Bezug zu Luthers Wirken in historischen Kontexten der letzten 500 Jahre. Die Landesausstellung präsentiert darum neben Martin Luther weitere bedeutende Persönlichkeiten, die seit dem 16. Jahrhundert bis in die Gegenwart für ihre Ideale in Wort und Tat mutig und entschlossen eintraten und nicht selten für ihre Zivilcourage auch mit ihrem Leben bezahlten. Weitere Informationen: www.worms2021.de

Aus dem Landesarchiv Thüringen - Staatsarchiv Meiningen wird ein besonderes Dokument als Leihgabe in der Wormser Ausstellung zu sehen sein: Der Brief des Johannes König, Kanoniker aus Eisenach, vom 12. Mai 1521 an Dr. Kaspar Westhus, den Siegler des Mainzer Erzstiftes, ist der früheste Bericht über den (vorgetäuschten) Überfall auf Luther. Unter dem Anschein einer Entführung ließ Kurfürst Friedrich der Weise von Sachsen den mit päpstlichem Bann belegten und durch das Wormser Edikt in die Reichsacht gestellten Martin Luther auf der Rückreise von Worms nach Wittenberg heimlich auf die Wartburg bringen. Dort lebte Luther bis Anfang März 1522 inkognito als „Junker Jörg“. Während dieser Zeit verfasste er viele Schriften und übersetzte das Neue Testament ins Deutsche.

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