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„Ein Denkmal? Na, denk mal!“ - Erinnerungsort Gestapo-Keller beim Weimarer Rendez-vous mit der Geschichte


Am 30. und 31. Oktober 2022 fand das Festival „Weimarer Rendez-vous mit der Geschichte“ statt, welches erstmals auch weitere Städte in Thüringen mit einbezog.

Blick durch ein quadratisches Loch in einer Holztür in einen Kellerraum, an dessen Wände Erinnerungstafeln angebracht sind.
Blick durch eine Zellentür in einen der Kellerräume mit Dauerausstellung (Foto: U. Pfeuffer, LATh)
beleuchteter Kellerraum mit Dauerausstellung
Neben Tafeln zum Gedenken an die Opfer bietet die Ausstellung auch Informationen zur Geschichte des Gestapo-Kellers (Foto: U. Pfeuffer, LATh)
Archivarin Frau Weiß im Innenhof des Marstalls mit Besuchergruppe
Archivarin Katrin Weiß mit Besuchergruppe (Video: ARD/MDR)
Eine Frau mit lockigen Haaren spricht in die Kamera, im Hintergrund sieht man den Eingang zum Gestapo-Keller
Archivarin Katrin Weiß im Interview mit dem MDR Thüringen Journal (Video: ARD/MDR)

Das seit 2009 jährlich in Weimar veranstaltete Festival für Geist, Demokratie und Geschichte stellte dieses Jahr umstrittene Denkmäler und andere kontroverse Erinnerungsorte in den Mittelpunkt. Ob Denkmäler, Straßennamen oder andere Orte, in denen Geschichte präsent ist: sie bieten Anlass für die Auseinandersetzung mit Vergangenheit und Gegenwart

Im Rahmen dieses Festivals wurde am 31. Oktober 2022 der Erinnerungsort Gestapo-Keller im Hauptstaatsarchiv Weimar für ein interessiertes Publikum geöffnet. Im Marstallkomplex befand sich u. a. seit 1935 die Dienststelle der Geheimen Staatspolizei Weimar, welche seit dem 1. Juli 1941 für den gesamten Bereich des NSDAP-Gaues Thüringen zuständig war. Neben einer Einführung in den Ort und dessen Geschichte bestand die Möglichkeit zur Besichtigung der Ausstellung im Kellergeschoss des Ilmpavillons, der in der NS-Zeit als Gefängnis genutzt wurde. Der Erinnerungsort ist exemplarisch der Geschichte und dem Wirken der Gestapo gewidmet. Ferner nimmt er Bezug auf die Nutzung als Gefängnis durch die sowjetische Besatzungsmacht und das Landgericht Weimar sowie bestimmte Opfer.

Gleichzeitig wurde das von 1997 bis 2002 realisierte Kunstprojekt „Zermahlene Geschichte“ im Innenhof erläutert. Dies zog zahlreiche Besucher an.

Zum Beitrag des MDR Thüringen Journals vom 31. Oktober 2022 in der ARD-Mediathek

 

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