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Landesarchiv Thüringen präsentiert in Suhl neue Formen der barrierefreien Informationsvermittlung


Das Magazingebäude des Archivdepots in Suhl ist für die Öffentlichkeit nicht zugänglich und hat eine wechselvolle Geschichte. Das Landesarchiv Thüringen, Abteilung 4 „Staatsarchiv Meiningen“ hat zusammen mit dem Geschichtsbüro Culture and more (Berlin) filmische Wege gefunden, die Geschichte des Ortes für Menschen mit und ohne Behinderungen erfahrbar zu machen.

Ein Mann in einem grünen Arbeitsoverall und einer Schiebermütze steht vor einer Zellentür.
Sven Brömsel, Alias Hausmeister Karwunke, führt in dem Film durch das Gebäude und seine Geschichte.
Aussenansicht des Archivdepots mit Einfahrt.
Aussenansicht des Archivdepots in Suhl

Der integre Hausmeister Karwunke, eine Kunstfigur gespielt von Sven Brömsel, führt in einem fünfminütigen Film durch das Gebäude. Dieser ist über einen QR-Code abrufbar, der sich auf einer Informationstafel an der ehemaligen Gefängnismauer vor dem Haus befindet. Diese Tafel ist in einer Höhe angebracht, die es auch Rollstuhlfahrenden erlaubt, sie zu betrachten und bietet Schrifttext auch in der Blindenschrift Braille an.

Hausmeister Karwunke agiert zwischen Vertraulichkeit, Sachlichkeit und dem Wunsch, den historischen Ort zu entschlüsseln. Er führt durch Gittertore, Treppenhäuser und Haftzellen und berichtet von Gefangenenschicksalen. Immer locker, aber doch nie verharmlosend - denn immerhin handelt die Erzählung von einer preußischen Haftanstalt, die später zum Gestapo-Gefängnis und schließlich zu einem Haftort für Gefangene der DDR-Geheimpolizei (Ministerium für Staatssicherheit) wurde. Erst nach der friedlichen Revolution im Jahr 1989 zogen hier die Archivare des Staatsarchivs Meiningen ein. Karwunke ist hilfsbereit und zu einem Schwatz aufgelegt. Sein eigenes Suchen nach der Geschichte des Ortes lädt die Interessierten ein und baut Schwellenängste ab. Der QR-Code führt zur Website des Landesarchivs Thüringen, wo der Film mit und ohne Untertitel, wahlweise in einfacher Sprache, mit Audio-Deskription und / oder Gebärdensprache angeschaut werden kann.

URL:

Ehemaliges Gefängnis ist heute Depot des Landesarchiv Thüringen in Suhl. - YouTube

Ehemaliges Gefängnis ist heute Depot des Landesarchiv Thüringen in Suhl. - Gebärdensprache - YouTube

Ehemaliges Gefängnis ist heute Depot des Landesarchiv Thüringen in Suhl. - Audiodeskription - YouTube

Die Videoclips sind auch über den YouTube Kanal des Freistaat Thüringen (Freistaat Thüringen - YouTube) abrufbar.

Das Projekt des Landesarchivs Thüringen soll es Interessierten ermöglichen, den zeitgeschichtlich interessanten, authentischen Ort erkunden zu können, auch wenn dieser nutzungsbedingt heute nicht öffentlich zugänglich ist. Das Vorhaben wurde fachlich beraten durch die Behörde des Thüringer Landesbeauftragten für Menschen mit Behinderung.

Auskünfte zum Projekt erteilt:

Landesarchiv Thüringen - Staatsarchiv Meiningen
Herr Clemens Heitmann
Schlossplatz 1
98617 Meiningen
Tel.: +49 (0)361 57 32 28 700
E-Mail: meiningen@la.thueringen.de

Adresse des Archivdepots Suhl: Neundorfer Straße 10, 98527 Suhl.

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