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Rudolstädter Adel um 1800 - Der Nachlass der Familie von Beulwitz


Im Jahr 2020 gelangte ein umfangreicher Bestand zum Nachlass der Familie von Beulwitz in das Staatsarchiv Rudolstadt, der nun vollständig verzeichnet vorliegt. Bekanntheit erlangte diese Adelsfamilie durch ihre Verbindungen zu Friedrich Schiller, der sich ab 1787 regelmäßig in ihrem Haus aufhielt.

Kupferstich eines Mannes im Halbprofil mit Perücke und Wappen
Georg Ulrich von Beulwitz (1661 - 1723), Staatskanzler von Schwarzburg-Rudolstadt, Kupferstich. Quelle: ThStA Rudolstadt, Portrait- und Kupferstichsammlung, Nr. 9.

Mit der Übernahme und Verzeichnung dieses Bestandes verfügt das Staatsarchiv Rudolstadt nun über einen umfangreichen Nachlass dieser Familie, deren Mitglieder als Staatsbeamte in herausgehobenen Funktionen dienten. Bekanntheit erlangten dabei vor allem die Staatskanzler Georg Ulrich von Beulwitz (1661 – 1723) und Friedrich Wilhelm Ludwig von Beulwitz (1755 - 1829), der durch seine erste Ehefrau Caroline von Lengefeld zeitweise mit Friedrich Schiller verschwägert war. Darüber hinaus war er auch Meister der Rudolstädter Freimaurerloge und als Staatskanzler eine der prägenden politischen Figuren in Schwarzburg-Rudolstadt während der Befreiungskriege und der sich ihnen anschließenden Restaurationszeit. Mit den Rittergütern Eichicht und Löhma verfügte die Familie zudem über einen umfangreichen Landbesitz in der Oberherrschaft des Fürstentums.

Neben dem Familiennachlass, zu dem eine umfangreiche Korrespondenz, sowie Spott- und Gelegenheitsdichtungen gehören, befinden sich in dem Bestand auch  Archivalien zu den Rittergütern Eichicht und Löhma , sowie Archivalien zu geschäftlichen Unternehmungen der Familie.

Christoph Oelmann

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