Seitenbeginn . Zur Hauptnavigation . Zum Seiteninhalt

Sanierungsarbeiten und Benutzungseinschränkungen im Staatsarchiv Rudolstadt


Umfangreiche Sanierungsarbeiten am Marstall-Magazin des Staatsarchivs Rudolstadt haben die vorrübergehende Auslagerung und Sperrung zahlreicher Aktenbestände zur Folge.

Gelbes Marstallgebäude mit Gitterabsperrung.
Marstall der Heidecksburg vor der Sanierung (Foto: Staatsarchiv Rudolstadt)

Im Juni 2021 wurde zwischen dem Bund und dem Freistaat Thüringen eine Verwaltungsvereinbarung über das „Sonderinvestitionsprogramm I“ (SIP I) abgeschlossen. Mit diesem Programm, das eine Laufzeit bis 2028 hat, fördern beide Vertragspartner die Sanierung von Kulturdenkmalen im Bestand der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten mit jeweils 100 Millionen Euro. Die für die Begleitung dieser umfangreichen Bund-Land-Förderung eingerichtete Baukommission hat Ende September 2021 die ersten elf von insgesamt 26 Einzelprojekten des SIP I bestätigt.

Zu diesen elf Pilotprojekten gehört auch das Schloss Heidecksburg als Dienstsitz des Staatsarchivs Rudolstadt und hier speziell das Marstallgebäude, das vom Staatsarchiv und dem Thüringer Landesmuseum Heidecksburg als Archiv- bzw. Fundusmagazin genutzt wird. Der Marstall muss in Vorbereitung seiner grundhaften (und auch aus Sicht des Archivs dringend notwendigen) Sanierung bis Ende 2022 vollständig geräumt und der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten als Vermieterin übergeben werden. Deshalb steht das Staatsarchiv Rudolstadt vor der großen logistischen Herausforderung, das dort befindliche Archivgut im Umfang von mehr als 2.200 laufenden Metern an andere Standorte, vor allem aber in das Staatsarchiv Gotha, zu überführen und dort zwischenzulagern.

Eine Benutzung der aus dem Staatsarchiv Rudolstadt in das Staatsarchiv Gotha ausgelagerten Bestände wird bis zum Jahr 2024 leider nicht möglich sein. Eine detaillierte Übersicht über diese Bestände wurde auf der Website des Archivs sowie im Thüringer Archivportal veröffentlicht. Bei ihrer Auswahl hat sich das Archiv von deren Nutzungshäufigkeit in den zurückliegenden Jahren und ihrer Relevanz für amtliche und rehabilitierungsrelevante Benutzungsanliegen leiten lassen.

Dieter Marek 

Der Freistaat Thüringen in den sozialen Netzwerken: