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Rahmenvereinbarung zum „Themenportal Wiedergutmachung“ unterzeichnet


Am 1. Juni 2022 ist das Online-Themenportal "Wiedergutmachung nationalsozialistischen Unrechts" freigeschaltet worden. Zu diesem Anlass wurde im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung im Gästehaus der Bundesregierung auf dem Petersberg bei Bonn eine Rahmenvereinbarung unterzeichnet. Vertragspartner dieser Vereinbarung zum Themenportal Wiedergutmachung sind der Bund, vertreten durch Prof. Luise Hölscher, Staatssekretärin im Bundesministerium der Finanzen, und die Leiterinnen und Leiter der Archivverwaltungen des Bundes und der Länder. Diese gemeinsame Willenserklärung bildet die Grundlage für die künftige Ausgestaltung des Themenportals und ist der Beginn für die Folgeaufgaben der Wiedergutmachung nationalsozialistischen Unrechts.

Ein Mann sitzt an einem Tisch und unterschreibt ein Dokument, im Vordergrund sitzen Personen.

Auch der Freistaat Thüringen, am 1. Juni vertreten durch den stv. Leiter des Landesarchivs Dieter Marek, hat diese Rahmenvereinbarung unterzeichnet (siehe Foto). In der historischen Betrachtung der Wiedergutmachungspolitik nimmt Thüringen eine besondere Rolle ein, da hier bereits am 14. September 1945 das erste Wiedergutmachungsgesetz in Deutschland in Kraft gesetzt wurde.

In dem vom Bundesministerium der Finanzen verantworteten Themenportal-Projekt hat das Bundesarchiv die archivfachliche Gestaltung des Portals und die Angebote zur historischen Bildung übernommen. Die Plattform https://www.archivportal-d.de/themenportale/wiedergutmachung schafft für Forschende, Studierende, Medien, aber auch Familienangehörige von NS-Opfern einen zentralen Zugang zu den Unterlagen der Wiedergutmachungspolitik in Deutschland. Die Webseite bietet Informationen zum Thema und eine Navigation durch rund 500 Bestände mit Millionen von Archivalien und Dokumenten von Bundesministerien über Gerichte bis zu lokalen Entschädigungsämtern. Auf der Grundlage von konkreten Projektvereinbarungen wird das Themenportal im Laufe der nächsten Jahre mit digitalisierten Archivalien zur Wiedergutmachung des NS-Unrechts ausgebaut. Angesichts der Vielzahl von dokumentarischen Quellen in den Archiven des Bundes und der Länder ist das Projekt von Seiten des Bundesfinanzministeriums langfristig angelegt worden. Auch das Landesarchiv Thüringen wird den Abschluss einer Projektvereinbarung anstreben und damit die am 1. Juni unterzeichnete Rahmenvereinbarung mit Leben erfüllen.

Foto: Dr. Frank Boblenz, Landesarchiv Thüringen

 

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