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Überarbeitung des Urkundenbestandes „Archivum Commune“ im Staatsarchiv Rudolstadt beendet


Die Webpräsenz des Staatsarchivs Rudolstadt wurde auch im Jahr 2021 im Interesse der Benutzerinnen und Benutzer weiter angereichert. So konnten einige Bestände erstmalig auf dem Thüringer Archivportal zugänglich gemacht werden, andere wurden überarbeitet und um wichtige Angaben und Eckdaten ergänzt.

Am 09. März 1548 bestätigt Kaiser Karl V. dem Grafen Günther XL. von Schwarzburg das Recht auf Führung eines Wappens. Schildhalter des Wappens ist heraldisch rechts ein Wilder Mann, heraldisch links eine Wilde Frau. Gekrönt wird der Schild von drei goldenen Helmen, welche für Arnstadt, Sondershausen und Schwarzburg stehen.
Am 09. März 1548 bestätigt Kaiser Karl V. dem Grafen Günther XL. von Schwarzburg das Recht auf Führung eines Wappens. Schildhalter des Wappens ist heraldisch rechts ein Wilder Mann, heraldisch links eine Wilde Frau. Gekrönt wird der Schild von drei goldenen Helmen, welche für Arnstadt, Sondershausen und Schwarzburg stehen.
Älteste Urkunde des "Archivum Commune" aus dem Jahr 1242: Belehnung des Grafen Dietrich von Hohnstein mit Oberspier durch den Erzbischof Siegfrid von Mainz.
Älteste Urkunde des "Archivum Commune" aus dem Jahr 1242: Belehnung des Grafen Dietrich von Hohnstein mit Oberspier durch den Erzbischof Siegfrid von Mainz.
Ein Schwarzburger soll König werden, wie diese Urkunde aus dem Jahr 1349 belegt: Erzbischof Heinrich von Mainz zeigt die Wahl des Grafen Günther XXI. von Schwarzburg zum römischen König an.
Ein Schwarzburger soll König werden: Erzbischof und Kurfürst Heinrich von Mainz zeigt die Wahl des Grafen Günther XXI. von Schwarzburg zum "römischen König" im Jahr 1349 an.
Mehr als 50 Königsurkunden gehören zum "Archivum Commune", nur wenige Siegel sind so gut erhalten geblieben wie das abgebildete von 1361, als Kaiser Karl IV. die Grafen von Schwarzburg mit Saalfeld, Könitz und Rudolstadt belehnte.
Mehr als 50 Königsurkunden gehören zum "Archivum Commune" und nur wenige Siegel sind so gut erhalten geblieben wie das abgebildete von 1361, als Kaiser Karl IV. die Grafen von Schwarzburg mit Saalfeld, Könitz und Rudolstadt belehnte.
Eheberedung für Hans Albrecht von Mansfeld und Magdalena von Schwarzburg von 1552.
Eheberedung für Hans Albrecht von Mansfeld und Magdalena von Schwarzburg von 1552.

Den wichtigsten Neuzugang stellt sicher der Bestand des „Archivum Commune“ dar, dessen Ursprung sich bis in das Jahr 1357 zurückverfolgen lässt. Mit dem Ilmer Vertrag aus dem Jahr 1599 wurde der Grundstein der Spezial- bzw. Hausarchive in Rudolstadt, Frankenhausen, Sondershausen und Arnstadt gelegt. Durch die wiederholten Teilungen des Schwarzburgischen Grafenhauses kam es ebenfalls zu ständigen Neuaufteilungen der hauseigenen Urkundenbestände im Spätmittelalter, die wegen der mit dem Besitz der Urkunden verbundenen Sicherung von Ansprüchen u.a. zu einem 1417 vor dem Hofgericht in Konstanz abgehaltenen Prozess führten. Das „Archivum Commune“ wurde angelegt, um alle Urkunden über die gemeinsamen schwarzburgischen Angelegenheiten zusammenzuführen, ohne dass damit jedoch letzte Folgerichtigkeit erzielt wurde.

Die in dem Bestand enthaltenen Urkunden (Lehnbriefe, Bestallungen, Eheberedungen, Kaufbriefe, Stadt- und Marktrecht, Jagdgerechtigkeiten, Grenzangelegenheiten, Zahlungsversprechen usw.) wurden nun im internen Archivprogramm AUGIAS mit ihren Bilddateien verknüpft. Jede der ca. 760 Urkunden ist demzufolge auch als Digitalisat verfügbar und kann – zunächst nur vor Ort im Archiv – in dieser Form eingesehen werden. Die überarbeiteten Verzeichnungseinheiten wurden mit weiterführenden Literaturangaben und Links zur digitalen Urkundensammlung der Regesta Imperii versehen und können nun im Archivportal Thüringen abgerufen werden. Der digitalisierte Urkundenbestand des „Archivum Commune“ soll demnächst auch im Digitalen Archiv des Landesarchivs präsentiert werden.

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