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Beeindruckendes Zeugnis guter Zusammenarbeit zwischen Landesarchiv und Residenzschloss Altenburg kann vorgelegt werden


Als Mitherausgeber blickt das Landesarchiv Thüringen – Staatsarchiv Altenburg mit besonderem Stolz auf die neueste Veröffentlichung im E. Reinhold Verlag Altenburg.

Buchcover "Vom Jammertal ins Paradies"
Titelseite: Der 9-jährige Prinz Christian von Sachsen-Altenburg auf seinem mit Rosen geschmückten Totenbett. Er verstarb im Juni 1663 an den Masern. Ölgemälde von Johann Weyer (Auschnitt). Das Original ist Teil der Gemäldesammlung des Schloss- und Spielkartenmuseums Altenburg.
Inhalt des Buches "Vom Jammertal ins Paradies"
Blick in das Inhaltsverzeichnis (Fotos: Staatsarchiv Altenburg)
Ansicht des aufgeschlagenen Buches mit Text und Aktenreproduktionen
Blick ins Buch mit Text und farbigen Abbildungen

Unter dem Titel „Vom Jammertal ins Paradies“ erschien vor wenigen Tagen eine aufwändig gestaltete und reich bebilderte Publikation, in der die fürstliche Bestattungskultur am Altenburger Hof des 17. Jahrhunderts wissenschaftlich untersucht, umfassend illustriert und lesbar nachempfunden wird. Ausgehend von der wettinischen Bestattungskultur und dem damaligen Verständnis von Leben, Tod und Paradies wird der Bogen gespannt hin zu den ganz konkreten Ereignissen in der Residenzstadt Altenburg.

Die Publikation ist Resultat einer engen mehrjährigen Zusammenarbeit zwischen dem Schlossmuseum Altenburg und dem Staatsarchiv Altenburg, in dem grundlegende Quellen zu diesem außergewöhnlichen Thema verwahrt werden. Dazu gehören neben den gedruckten Leichenpredigten insbesondere die umfangreichen Aktenüberlieferungen aus dem Hausarchiv der älteren Linie Sachsen-Altenburg. Sie gewähren nicht nur umfassende Einblicke in das höfische Leben im 17. Jahrhundert, sondern spiegeln auch die vielfältigen logistischen Herausforderungen wider, die vor 400 Jahren zu bewältigen waren, um die fürstlichen Bestattungen in Altenburg – dem Zeitgeist entsprechend - tatsächlich als gesellschaftliche Großereignisse zelebrieren zu können.

Die Publikation wurde gemeinsam vom Staatsarchiv Altenburg und dem Residenzschloss Altenburg herausgegeben, wobei beide Partner mit eigenen Beiträgen im Band vertreten sind. Zusätzlich konnten für das Buchprojekt weitere Autoren gewonnen werden, die sich dem Thema aus verschiedenen Perspektiven nähern und die Veröffentlichung dadurch entscheidend bereichern. 

Ursprünglich sollte das Buch bereits im vergangenen Jahr als Begleitband zur namensgleichen Jahresausstellung im Schloss- und Spielkartenmuseum erscheinen. Aufgrund der Corona-Pandemie musste die vollständig vorbereitete Ausstellung kurz vor der Eröffnung abgesagt werden. Vom Thema gefesselt und von den vielen neugewonnenen Erkenntnissen inspiriert, entschlossen sich die Macher, das Buchprojekt dennoch weiter zu verfolgen. Bis die Ausstellung zu einem späteren Zeitpunkt erneut thematisiert wird, kann die Veröffentlichung nicht nur Kennern der Materie, sondern auch jedem interessierten Laien wärmstens empfohlen werden.

Der 285 Seiten umfassende Begleitband kann zum Preis von 19,80 € im Buchhandel, aber auch direkt im Residenzschloss Altenburg und im Staatsarchiv Altenburg erworben werden.


Doris Schilling

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