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Staatsarchiv Meiningen

Alte Wanderkarte des Thüringer Waldes, Bildausschnitt von Meiningen und Umgebung

Staatsarchiv Meiningen

Der Bestand des Staatsarchivs Meiningen geht zurück auf das „Gemeinschaftliche Hennebergische Archiv“, welches nach dem Aussterben der Grafen von Henneberg 1583 in Meiningen errichtet worden ist. Eine weitere bedeutende Überlieferung ist das „Herzogliche Geheime Hauptarchiv“ des Herzogtums Sachsen-Meiningen, welches durch Erbteilung unter den Ernestinern 1680/81 entstanden war. Nach dem Untergang der Monarchie blieb das Archiv vorerst bestehen, wurde allerdings 1919 in „Geheimes Staatsarchiv“ umbenannt.

Als der Freistaat Sachsen-Meiningen in dem neu gegründeten Land Thüringen aufging, wurde das Archiv umbenannt in „Thüringisches Staatsarchiv Meiningen“. Dessen Leitung lag seit 1926 bei dem Direktor der Thüringischen Staatsarchive in Weimar, welchem 1925 formell auch das Gemeinschaftliche Hennebergische Archiv angegliedert wurde. Dieses bleib gemeinsames Eigentum der Länder Thüringen und Preußen und ging erst 1945 komplett in das Eigentum des Landes Thüringen über, denn die Gebiete um Suhl und Schmalkalden blieben in der Zwischenkriegszeit unverändert preußische Exklaven inmitten des Landes Thüringen.

Durch die DDR wurde das Archiv 1951 in Landesarchiv Meiningen umbenannt und war nach der Auflösung des Landes Thüringen für die Überlieferung des Bezirkes Suhl zuständig. Seit der Wiederbegründung des Freistaates Thüringen existiert wieder ein (bis 2016 selbständiges) „Staatsarchiv Meiningen“.

Schloß Elisabethenburg in Meiningen. Nach dem Untergang des Herzogtums Sachsen-Meiningen wurde hier im ältesten, jedoch 1861 im Stil der Renaissance umgebauten „Bibrabau“ das Staatsarchiv Meiningen eingerichtet. Bildpostkarte; LATh-StA Meiningen, Nachlaß Fritz Wolf, Nr. 076 (Foto: Staatsarchiv Meiningen)

Alte sepiafarbende Postkarte mit Ansicht des Bibrabaus

Außendepot des Staatsarchivs Meiningen in einem ehemaligen Suhler Gefängnis. Zu DDR-Zeiten wurde der Zweckbau von der Staatssicherheit als "Untersuchungshaftanstalt“ für den Bezirk Suhl genutzt. Später wurde das Gebäude dann provisorisches Archivdepot zuerst der Stasiunterlagenbehörde und seit 1993 des Staatsarchivs Meiningen. (Foto: Staatsarchiv Meiningen)

Außenansicht des Archivdepots Suhl mit Tor

Der Suhler Gefängnisbau war Haftort u.a. der nationalsozialistischen Gestapo sowie der sowjetischen Besatzungsmacht. An die Opfer dieser Gewaltherrschaften erinnern ein sogenannter „Stolperstein“ vor der Eingangspforte sowie eine Tafel im Hofbereich des Geländes. (Foto: Staatsarchiv Meiningen)

Stolperstein für August Löhnert, der 1941 im Zuchthaus Suhl ums Leben kam

Das Meininger Heinrich-Diplom trägt die Datierung 1. Juni 933, ist aber tatsächlich eine Fälschung aus dem 12. Jahrhundert. In der Urkunde wird ein Tausch von Gütern zwischen König Heinrich I. und Abt Megingozo von Hersfeld vollzogen. / LATh-StA Meiningen, Gemeinschaftliches Hennebergisches Archiv, Urkunden, Nr. 1

Mittelalterliche Urkunde mit braunem Wachssiegel

Rechnungsbücher dienten der Erfassung von Einnahmen und Ausgaben. Oftmals sind die Bände auch sehr schauwert, wie zum Beispiel diese Amtsvogtei-Rechnung des fürstlich-sächsischen Oberamts Salzungen von 1749/50. / LATh-StA Meiningen, Ältere Rechnungen, Nr. 1155

Vordere Umschlagseite eines alten Rechnungsbuches mit verschnörkelter Schrift

"Queen Adelaide", Adelheid von Sachsen-Meiningen, Ehefrau von König William IV. und Schwester Herzog Bernhards II., veranlasste 1830, dass ihrem Bruder der exklusive britische Hosenbandorden verliehen wurde. / LATh-StA Meiningen, Geheimes Archiv Meiningen, Urkunden, Nr. 35

Urkunde für Bernhard II. von Sachsen-Meiningen mit rotem Wachssiegel

Wer Mitte des 19. Jahrhunderts das Herzogtum Sachsen-Meiningen verlassen wollte, hatte dies den Behörden anzuzeigen. Dann wurde ein Pass ausgestellt, mit welchem Reisende entlang ihrer Route freie Passage sowie „auch nöthigenfalls Schutz und Hülfe“ erbaten. / LATh-StA Meiningen, Kreis Sonneberg, Nr. 169

Bildmontage eines historischen Reisepasses des Herzogstums Sachsen-Meiningen

Im ausgehenden 19. Jahrhundert war in Südthüringen die sogenannte Heimarbeit weit verbreitet. Charakteristisch für diese Art des Arbeitsverhältnisses war, dass Heimarbeiter von Unternehmern Aufträge und Material erhielten und dann in der eigenen Wohnung verschiedenste Waren herstellten. / LATh-StA Meiningen, Fotosammlung Zeitgeschichte, Nr. F 12

Eine Heimarbeiterfamilie sitzt in der Wohnstube am Tisch und fertigt Spielsachen aus Einzelteilen

Politisch motivierte Gewalttaten gehörten zum Alltag in der Weimarer Republik. Am 3. Juli 1922 verübten Rechtsextreme ein Attentat auf den Journalisten Maximilian Harden. Mit diesem Steckbrief fahndete die Berliner Polizei reichsweit nach den Tätern, die später in Wien verhaftet wurden. / LATh-StA Meiningen, Kreisamt Meiningen, Nr. 4408

Steckbrief mit Bild des Opfer und roter Umrahmung

Grenzgänger? Flüchtling? Hilfesuchender? Krimineller? Opfer politischer Repression? - Über das Schicksal der abgebildeten Person ist außer wenigen erkennungsdienstlichen Vermerken in der „Täterlichtbildkartei“ des Volkspolizeikreisamts Bad-Salzungen nichts bekannt. / LATh-StA Meiningen, VPKA Bad Salzungen

Karteikarte mit drei Bildaufnahmen eines Manne aus verschiedenen Winkeln

Historische Wanderkarte des Thüringer Waldes. Der Bildausschnitt zeigt Meiningen und Umgebung. (Foto: Staatsarchiv Meiningen)

Historische Wanderkarte des Thüringer Waldes, Bildauschnitt Meiningen und Umgebung

Im Februar 1965 kam der DEFA-Antikriegsfilm „Die Abenteuer des Werner Holt“ in die Kinos der DDR und war ein großer Publikumserfolg. Der in Meiningen geborene Schauspieler Klaus-Peter Thiele (1940-2011) spielt in dem Film die Hauptfigur des Werner Holt und wurde mit dieser Rolle populär. / LATh-StA Meiningen, Nachlass Klaus-Peter Thiele, Nr. 9

Filmplakat "Die Abenteuer des Werner Holt"

Werbeprospekt des VEB Henneberg Porzellan Ilmenau (1976). Das abgebildete Dekor „Diana“ des Formgestalters Peter Smalun wurde auf der Leipziger Messe mit einer Goldmedaille ausgezeichnet. / LATh-StA Meiningen, VEB Henneberg Porzellan Ilmenau, Nr. 833

Abbildung eines Kaffeeservices

1986 wurde in das Berliner Wochenendhaus des Ersten Sekretärs der SED-Bezirksleitung Suhl, Hans Albrecht (1919-2008) eingebrochen, woraufhin das Ministerium für Staatsicherheit ermittelte. Das Tatortfoto vermittelt einen Einblick in die Lebenswelt eines SED-Spitzenfunktionärs. / LATh-StA Meiningen, Bezirksstaatsanwaltschaft Suhl, Nr. 808

Ansicht eines gemütlichen Wohnraumes mit Kachelofen

Corona/SARS-CoV-2: Aktuelle Informationen für Benutzerinnen und Benutzer

Das Staatsarchiv Meiningen ist wegen der Corona-Pandemie für die Benutzung sowie jeglichen Besucherverkehr geschlossen. Aktuelle Informationen über eine Aufhebung oder Verlängerung dieser Schließung werden auf dieser Website veröffentlicht.

Auf Grund der aktuellen Pandemielage gelten für das Staatsarchiv Meiningen Benutzungseinschränkungen sowie besondere Regelungen zum Gesundheitsschutz. Bitte informieren Sie sich auf unserer Website oder telefonisch (03693 4467-0).

Für Auskünfte steht Ihnen das Staatsarchiv Meiningen gerne zur Verfügung. Sie können uns über folgende Wege erreichen:

Über unser Kontaktformular auf der Website: http://www.archive-in-thueringen.de/de/contact/index/archivid/224.

Oder per Telefon 03693 4467-0 oder per Fax 03693 502218 oder per E-Mail: meiningen@la.thueringen.de.

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